Aufruf
Protest gegen die Todesstrafe
in der Islamischen Republik Iran!
Für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit!
Mit der Zahl der Hinrichtungen liegt die Islamische Republik Iran
2008 weltweit an der zweiten Stelle. Iran schreckt auch nicht davor
zurück, Minderjährige, die vor dem 18. Lebensjahr eine Strafe begangen
haben, hinzurichten. Mit den Hinrichtungen von Jugendlichen verletzt
Iran internationale Verpflichtungen, die selbst ratifiziert hat.
Die Todesstrafe durch Steinigung ist immer noch in iranischer Verfassung
verankert.
In den letzten 29 Jahren standen Hinrichtungen und Massenhinrichtungen
von Gefangenen und politischen Gefangenen immer auf der Tagesordnung
des iranischen Regimes. Vor allem Anfang und Ende der 80er Jahre
sind Tausende von politischen Gefangenen im Iran hingerichtet worden,
von denen die Weltöffentlichkeit bis heute kaum erfahren hat.
Die Zahl der Hinrichtungen ist höher als offiziell angegeben. Nach
iranischen Angaben sind:
" 317 Hinrichtungen im Jahr 2007. Bis Juli dieses Jahres 200
Hinrichtungen
" 2008 wurden bereits sechs Jugendliche im Iran hingerichtet,
weitere 114 zum Tode verurteilte jugendliche Gefangene warten auf
ihre Hinrichtung.
" Todesurteil wegen der Homosexualität gegen einen Jugendlichen
vor zwei Wochen
" Allein im Juli 2008 wurden an einem Tag 29 Menschen im Teheraner
Ewin-Gefängnis hingerichtet. Über die Identität dieser Menschen
wurde nicht berichtet.
" Das Todesurteil gegen Farzad Kamangar und 14 weitere Regimekritiker
insbesondere in iranischen Kurdistan
" Mindestens 7 Frauen und ein Mann warten auf den Tod durch
Steinigung
Anlässlich des internationalen Tages für die Abschaffung der Todesstrafe
protestieren wir gegen die Verhängungen und Vollstreckungen der
Todesstrafe im Iran, sowie gegen die Hinrichtungen u. a. von Jugendlichen
in der Islamischen Republik Iran und weltweit. Wir müssen verhindern,
dass die Islamische Republik Iran mit Hinrichtungen den Menschen
"das Recht auf Leben" verwehrt. Wir sollen es verhindern,
dass die systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran im Windschatten
des Atomkonfliktes in Vergessenheit geraten.
Ort : Vor der Iranischen Botschaft, Podbielskiallee 67, Berlin-
Dahlem, U3- Podbielskiallee
Zeit: Freitag, 10.Oktober 2008, um 13.00 Uhr
Veranstalter:
Komitee zur Unterstützung der Politischen Gefangenen im Iran-Berlin
e.V. (kupg_iran@yahoo.de) 0049-(0)179-23 68 157
Verein Iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. (Vereiniranischerfluechtlinge@gmx.de)
0049-(0)172-1647761